Manuals 1 Design & Identity Guidelines

Mit dem Prachtband Manuals 1 Design & Identity Guidelines legt United Editions eine eindrucksvolle Übersicht über stilprägende Corporate Designs der 1960er und 70er Jahre vor.

Die Corporate Identity eines Unternehmens ist immer nur so gut wie ihre konsequente Umsetzung – das klingt ganz einleuchtend. Und trotzdem trifft der aufmerksame Betrachter immer wieder auf spannende Typo-, Farb- und Logo-Kombinationen, die sich so gar nicht mit dem etablierten Firmenauftritt vereinbaren lassen. Vom Aushang im Treppenhaus bis zum Projektflyer, den eine externe Agentur gestaltet hat; es gibt einige Situationen, die für das etablierte Erscheinungsbild eines Unternehmens zum Fallstrick werden können.

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Damit genau das nicht passiert gibt es sie: Corporate-Design-Handbücher und Identity Guidelines für visuelle Identitäten. Eine Auswahl wahrer Klassiker von Ihnen hat nun Unit Editions in einem beeindruckenden Band zusammengetragen. Darunter finden sich Schätze wie die Gestaltungsrichtlinien der Lufthansa (1963), der New Yorker U-Bahn (1970), der British Airport Authority (1972) oder der NASA (1976).

Die Namen der Designer und Agenturen, die hinter den einzelnen Projekten stehen, lassen sich dabei wie das Who-is-Who der internationalen Design-Szene des 20. Jahrhunderts lesen: Massimo Vignelli, Otl Aicher, Wim Crouwl, Paul Rand  … – sie und ihre Kollegen in den USA und Europa waren es, die die Gestaltungssprache der 60er und 70er prägten und nachhaltig mitentwickelten.

In seinem Vorwort schreibt Massimo Vignelli, dass der Gestalter einer visuellen Identität gleichsam Schöpfer einer neuen Sprache sei. Diese Sprache müsse er anderen Menschen beibringen. Sein wichtigstes Lehrwerkzeug ist das Designmanual — ein für die damalige Zeit angemessenes, extrem designfixiertes Bild, das umso klarer wird, schaut man sich Vignellis Manuals für die New Yorker Metro und die anderen Projekte an, die Manuals 1 zeigt.

Perfektioniertes Handwerk großer Meister zu sehen begeistert und lässt erahnen, wie frisch, effizient und sauber sich der Einsatz der Helvetica in den 60er Jahren angefühlt haben muss.

„Manuals 1 Design & Identity Guidelines“ dokumentiert im besten Sinne — es ist ein gedrucktes Archiv. Im Zentrum stehen die Designmanuale als physische Objekte, die in einem Verständnis von „Identity Design“ stehen, das heute freilich nicht mehr jeder Designer unterschreiben würde. Unter Begriffen wie Branding, die betriebswirtschaftlich geprägt sind, verstehen wir heute eben noch viel mehr als das bloße uniforme „aufdrücken“ eines Markenstempels.

Und dennoch: wie stark der Einfluss großer Designikonen auf die Gegenwart ist und wie sich das Selbstverständnis von Designern über die Jahrzehnte wandelt und Ansprüche neu definiert werden zeigt „Manuals 1 Design & Identity Guidelines“ auf beeindruckende Weise.

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