Schrift-Fundstück: Rubik

Rubik-Beispiel

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen nur solche Schriften projekttauglich waren, die gegen eine Gebühr durch große oder kleine Type Foundries lizensiert wurden. Wie zuletzt das Verlagshaus Pearson, setzen auch andere große Unternehmen in ihren Erscheinungsbildern zunehmend auf kostenlose Schriften, zum Beispiel aus solche der Sammlung Google Fonts.

Das heißt nicht, dass Gestalter nur noch auf kostenlose Schriften zurückgreifen sollten, schließlich entsprechen längst nicht alle kostenlosen Schriften gängigen Anforderungen in Funktion und Ästhetik und auch Schriftgestalter sollten für ihre oft langjährige Arbeit an einer Schrift fair entlohnt werden. Dennoch ist es zuweilen schön, neue Entdeckungen in den Bibliotheken der kostenfreien Schriften zu machen und dabei die Gewissheit zu haben, diese sogleich einsetzen zu können.

kostenlose schriften google fonts rubik

Ein solches Fundstück soll hier vorgestellt werden: die Rubik, entstanden im Design Studio Hubert&Fischer, erinnert zuweilen an Vorgänger der Helvetica (etwa die Akzidenz Grotesk), wirkt mit ihren abgerundeten Ecken aber weicher und etwas unschärfer ohne dabei ihren klar anmutenden Charakter einzubüßen. Sie läuft großzügig und weit und zitiert visuelle Einflüsse von DIN und, besonders in den fetten Schnitten, holzgeschnittener Schriften.